Veröffentlicht am 05.12.2018 von BSH Hausgeräte

Elternzeit bei der BSH – aus der Perspektive eines Vaters

Jürgen Pejak, technischer Redakteur bei der BSH in Giengen, hat zehn Monate Elternzeit genommen, um seine Zwillinge zu betreuen. Hier spricht er über seine Erfahrungen und was er anderen Vätern raten würde.

Nach der Geburt der Zwillinge war Jürgen Pejaks Familie von einem Tag auf den anderen doppelt so groß wie zuvor und er wünschte sich, so viel wie möglich von diesen aufregenden Veränderungen in seinem Leben hautnah mitzubekommen. Da seine Frau nach der Geburt möglichst bald wieder arbeiten wollte, entschloss sich das Paar, dass Jürgen Pejak den größeren Teil der Elternzeit nehmen würde.

Seine Vorgesetzten, Kolleginnen und Kollegen bei der BSH unterstützten seine Entscheidung, zehn Monate zu Hause zu bleiben, uneingeschränkt. Jürgen Pejak spielte von Beginn an mit offenen Karten gegenüber seinem Team. Das machte es um einiges einfacher, vorauszuplanen. „Meine Vorgesetzten, Kolleginnen und Kollegen hatten ausreichend Zeit, sich auf die Situation einzustellen“, erklärt er. „Ich denke, das hat die ganze Geschichte etwas entspannt und so habe ich eigentlich auch nur positive Rückmeldungen bekommen.“

Alles ließ sich jedoch nicht vorausplanen: „Die erste Zeit war natürlich anstrengend und auch schwierig, da die Zwillinge etwas zu früh gekommen sind“, sagt Jürgen Pejak. Während sein Sohn nach einer Woche nach Hause durfte, musste seine Tochter noch länger im Krankenhaus bleiben. Glücklicherweise konnte Jürgen Pejak während dieser ersten Zeit relativ häufig Urlaub nehmen und anschließend angesammelte Überstunden abbauen.

Nach fast einem Jahr Elternzeit, ist Jürgen Pejak in Teilzeit zur BSH zurückgekehrt – er arbeitet insgesamt 24 Wochenstunden an vier Tagen. Für ihn ist eine klare Kommunikation in Bezug auf Präsenzzeiten und Aufgaben entscheidend, damit bei der Reduzierung von Arbeitszeit alles möglichst reibungslos läuft. „Wenn man ein gutes Drittel weniger arbeitet als zuvor, kann man natürlich auch nicht mehr an so vielen Themen mitarbeiten“, sagt er. „Aber ich fühle mich nicht benachteiligt.“

Anderen Vätern, die darüber nachdenken, seinem Beispiel zu folgen, rät er, nicht zu lange zu zögern, sondern es einfach zu tun. „Es ist zwar anstrengend, aber es lohnt sich. Man baut so eine ganz andere Beziehung zu den Kindern auf.”
Zehn Monate mögen wie eine lange Abwesenheit vom Job erschienen, für Jürgen Pejak fühlte es sich aber an, als ob er nie weg gewesen wäre: „Die Kolleginnen und Kollegen hatten zur Rückkehr meinen Arbeitsplatz schön dekoriert und haben mich wirklich herzlich empfangen“, erklärt er, „und ich brauchte auch keine große neue Einarbeitung.“

Er freut sich, Arbeit und zu Hause unter einen Hut zu bekommen – sogar wenn das heißt, jeden Tag um sechs Uhr morgens aufzustehen.