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3 Monate Sabbatical bei der BSH – als Senior Managerin

3 Monate Sabbatical bei der BSH – als Senior Managerin

Lesezeit für diese Story: 5 Minuten

Susanne Trojer, die die Technik-Abteilung innerhalb unserer Region Europa leitet, berichtet von ihren Erfahrungen im Sabbatical im vergangenen Jahr und erzählt, wie man auch in einer Führungsposition von einer beruflichen Auszeit profitieren kann.

Nach rund 22 Jahren im Berufsleben hat sich Susanne Trojer einen lange gehegten Wunsch erfüllt: ein dreimonatiges Sabbatical mit viel Zeit für sich selbst. Wieder zurück bei der BSH, berichtet sie nun im Interview von ihren spannenden Erfahrungen. 

Susanne, was ist aktuell deine Aufgabe bei der BSH? 

Meine Rolle ist tatsächlich noch ganz neu und im Aufbau befindlich. Ich bin seit der Rückkehr aus dem Sabbatical im Bereich „Operations“ tätig und koordiniere kurzgesagt Technologie-Themen in ganz Europa. 

Wann hast du dein Sabbatical gemacht und wie lange warst du unterwegs?

Ich konnte mir insgesamt drei Monate Auszeit nehmen: von Oktober bis einschließlich Dezember 2019.

Wieso hast du dich denn für ein Sabbatical entschieden? 

Da kamen mehrere Gründe zusammen. Nach rund 22 Jahren im Job fast ohne Unterbrechung ist der Wunsch nach einer längeren Pause immer stärker geworden. 

Den Ausschlag gegeben hat dann aber ein Zeckenbiss, auf den hin ich an Borreliose erkrankt bin. Es folgte eine Zeit, in der ich immer wieder erkältet war und einfach das Gefühl hatte, mein Körper braucht mehr Erholung, als ich ihm in einem „normalen“ Urlaub bieten kann. So ist die Idee einer längeren Ayurveda Kur in Indien entstanden. Im Nachhinein eine sehr heilsame Entscheidung. 

Kannst du uns den Prozess beschreiben, von dieser Entscheidung hin bis zum Sabbatical? 

Tatsächlich war dieser Prozess erstaunlich kurz und ich habe vom ersten Moment an viel Unterstützung erfahren.Für mich war der Aspekt der Entgiftung durch die Borreliose besonders wichtig und da erschien mir die Ayurveda Kur in Indien einfach perfekt.

Vom Vorgehen her ist das bei der BSH recht klar und einfach geregelt und ich hatte letztendlich nach nur drei Tagen den Antragsprozess durchlaufen. 

War der Prozess schwieriger, leichter oder anders, da du aus einer Senior Management Position heraus den Schritt gemacht hast?

Hier hatte ich insofern Glück, dass mein Projekt im Produktmanagement zufällig im Mai ausgelaufen ist und eine berufliche Veränderung innerhalb der BSH bereits in der Planung war. Den Wiedereinstieg in einer anderen Position konnte ich so zusammen mit der Personalabteilung und meinen Vorgesetzten mit genügend Vorlauf organisieren. Das hat den Prozess insgesamt natürlich stark vereinfacht. 

Wie haben deine Kollegen und Vorgesetzten auf die Entscheidung reagiert? 

Mir wurde von allen Seiten viel Zuspruch und auch Bewunderung entgegengebracht. Besonders da dieser Schritt in meiner Position sicherlich so nicht ganz üblich ist. Aber insgesamt war das Feedback wirklich sehr positiv und viele Kollegen haben sich auch aufrichtig für mich gefreut. 

Erzähl doch mal ein bisschen mehr von deinen Erlebnissen während des Sabbaticals! 

In den ersten drei Wochen habe ich noch den goldenen Herbst in Deutschland genossen und viel Zeit mit Freunden und in der Natur verbracht. Es war schön, sich einmal die Zeit für die vielen tollen Ausflugsziele in der näheren Umgebung zu nehmen. Und natürlich auch mal auszuschlafen! 

In der letzten Oktoberwoche ging es dann ab mit dem Flieger nach Indien. Und da eine Indien-Reise ohne Stop am Taj Mahal für mich undenkbar gewesen wäre, war das mein erstes Ziel zusammen mit ein paar anderen touristischen Highlights in der Region. 

In der Ayurveda-Klinik war es dann aber vorbei mit dem Sightseeing. Ich konnte kaum glauben, wie ruhig und wunderschön dieser Ort war. Erholung pur. Ich habe in diesen rund 3,5 Wochen wirklich viel über Ernährung, Entgiftung, Yoga und Meditation gelernt.

Nach der Kur ging es dann erstmal für knapp zwei Wochen wieder zurück nach Deutschland und mein Mann und ich haben die Zeit genutzt, um unsere dreiwöchige Reise nach Tansania und Sansibar vorzubereiten, wo wir dann auch Weihnachten und Neujahr verbracht haben.

Was hast du aus dem Sabbatical mitgenommen?

Für mich war es ein tolles Gefühl, über 3 Monate hinweg mehr oder weniger in den Tag hineinleben zu dürfen und die Ayurveda Kur in Indien hat mich wirklich total entschleunigt. Ich habe dort zum ersten Mal in meinem Leben meditiert und erfahren dürfen, welche positive Wirkung Yoga und Meditation auf Körper und Geist haben. Dieses „mentale Um-sich-selbst-kümmern“ war für mich vielleicht die große Erkenntnis aus dem Sabbatical. 

Wie war der Wiedereinstieg bei der BSH? 

Gegen Ende der Zeit war es dann tatsächlich so, dass ich mich echt auf den Start im Januar gefreut habe. So sehr ich diese drei Monate genossen und gebraucht habe, so sehr fehlen einem irgendwann dann doch die Aufgaben. Ich bin also mit neuer Energie und voller Freude an meinen Arbeitsplatz zurückgekehrt. Die Auszeit von drei Monaten war für mich zeitlich perfekt.

Inwiefern hat sich deine Arbeitsweise nach dieser Erfahrung verändert? 

Wenn ich eines mitgenommen haben, dann ist das sicherlich ein stärkeres Bewusstsein für meine Gesundheit. Vor dem Sabbatical habe ich oft private Dinge, wie beispielsweise den Besuch im Fitnessstudio verschoben und dafür lieber noch etwas länger gearbeitet. Heute versuche ich ganz bewusst, mir selbst auch regelmäßig Freiräume zu schaffen.

Hattest du Angst, dass es in deiner Position schwierig sein wird, wieder Fuß zu fassen nach dem Sabbatical? Wie war das in der Realität?

Im Gegenteil. Viele Kollegen hatten meine Reise mit positiver Neugierde verfolgt und ich werde immer noch ab und an darauf angesprochen.

Hast du einen Tipp für Kolleginnen und Kollegen, die auch über ein Sabbatical nachdenken?

Da ich persönlich so gute Erfahrungen damit gemacht habe, würde ich ein Sabbatical natürlich grundsätzlich total empfehlen. Wichtig finde ich allerdings, dass die persönliche Planung und die des Arbeitgebers vereinbar sind. Wenn man sich hier aber frühzeitig mit den Kolleginnen und Kollegen sowie Vorgesetzten abspricht, dann bin ich überzeugt davon, dass beide Seiten profitieren können. Ich gehe auf jeden Fall wieder mit viel mehr Energie durch den Tag und das wirkt sich natürlich auch auf meine Arbeit sehr positiv aus.

 

Anmerkung der Redaktion: Angesichts der Covid-19-Pandemie sind wir uns natürlich der Tatsache bewusst, dass ein Sabbatical, wie Susanne es erleben durfte, aktuell nur schwer vorstellbar ist. Dennoch hoffen wir, dass Sie Freude beim Lesen ihrer spannenden Geschichte hatten. 

 

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