Cookie Einstellungen

Wenn Sie auf „Annehmen“ klicken, erlauben Sie uns, Ihr Nutzungsverhalten auf dieser Website zu erfassen. Dadurch können wir unsere Webseite verbessern. Wenn Sie auf „Ablehnen“ klicken, verwenden wir nur Session-Cookies, die der Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit sowie der statistischen Reichweitenmessung dienen.

Mut zu Veränderung

Mut zu Veränderung

Lesezeit: ca. 8 Minuten

Florian Oberkoflers Berufsleben startete im Konditoreibetrieb seiner Eltern und führte ihn danach zur BSH. Wie kam es dazu, dass er diesen spannenden Karriereweg einschlug? In einem Interview verrät er, warum seine Berufe gar nicht so unterschiedlich sind, wie sie auf den ersten Blick scheinen, und welche Vorteile durch die vielseitigen Erfahrungen entstehen.

Auf den ersten Blick scheinen die Tätigkeitsbereiche in der Konditorei und bei der BSH vollkommen unterschiedlich. Gibt es allerdings etwas, das die beiden Berufe verbindet?

Nun allen voran: natürlich das Kochen und Backen. Das gehört nach wie vor zu meinen Leidenschaften. Backöfen und Teigmischer hatten wir in der Backstube auch. Jetzt ist alles nur eine Nummer kleiner.

Wie kam es dazu, dass Du aus dem Konditoreibetrieb zur BSH gewechselt bist?

Ich würde es Schicksal nennen. Aufgrund von EU-Verordnung war es uns leider nicht möglich den Betrieb aufrecht zu erhalten. Dieses Schicksal hat damals leider sehr viele mittelständische Unternehmen getroffen. Die EU hat zwar daraus gelernt, aber für uns war es leider zu spät. Neben anderen Firmen mit dem Fokus auf Lebensmittelverarbeitung habe ich mich auch bei der BSH beworben. Hier konnte ich im Gegensatz zu anderen aber quasi sofort beginnen und die Unternehmenskultur hat mir damals schon sehr zugesagt. Daher hat es wohl einfach so sein sollen.

Wie verlief der Einstieg bei der BSH?

Ich habe im elterlichen Betrieb schon viel Erfahrung sammeln dürfen. Mein Vater war der absolute Experte in der Produktion, ich war eher der Kreative und wurde schon früh eingebunden. Daher habe ich Buswerbung entworfen, habe die Läden besucht und mit meiner Mutter das Ladenlayout und die Einrichtung abgestimmt, Verkäufer geschult und Eröffnungen neuer Filialen geplant – „Besucherstromanalysen“ würde man heute sagen. Nach einem kurzen Ausflug in die theoretische Welt des BWL Studiums habe ich mich dann aber schnell entschieden, wieder in die Arbeitswelt zurückzukehren. Der Industriekaufmann war eine wunderbare Mischung und die BSH der ideale Arbeitgeber mit der Möglichkeit, gelerntes Wissen direkt in den Fachabteilungen anzuwenden, viel Praxiserfahrung zu sammeln und gleichzeitig auch das Unternehmen kennenzulernen.

Welche Meilensteine sind Dir besonders wichtig, auf Deinem Weg? 

Ich hatte oft die Gelegenheit interessante Aufgaben übernehmen zu dürfen, aber ich erinnere mich immer wieder an die erste PowerPoint Unterlage, die ich für eine Geschäftsführer-Präsentation für unseren Pflanzenölkocher vorbereiten durfte. Die Diskussionen mit der damaligen Bereichsleitung Consumer Products über die Produktionsmengen - oder auch die Eröffnung des ersten Bosch Stores in Wien und die Entstehung des Vermarktungskonzepts des Cookit in Deutschland, welche ich mitgestalten durfte. Das waren aus meiner Sicht echte Highlights.

Wie hilft Dir die ehemalige Arbeit als Konditor in dem, was Du heute machst?

Nun der Cookit bildet im Direktgeschäft mit dem Endkunden eine große Säule und hier war und ist es enorm von Vorteil zu verstehen, was Rezeptentwicklung, Rezeptgestaltung und Kulinarik für den Kunden bedeutet. Ebenso die unternehmerische Frage „Was bewegt unsere Kunden? Welche Arten von Kunden gibt es und welche Möglichkeiten bietet das für unser Geschäft?“ Diese Fragen haben mich schon mein ganzes Leben begleitet und immer fasziniert.

Was hat dir besonders bei der beruflichen Umorientierung geholfen?

Ich würde es nicht als Umorientierung bezeichnen, sondern mehr als Evolution. Ich bin mir selbst immer treu geblieben und habe neue Herausforderungen gerne angenommen. Im Grunde geht es heute auch noch … um die Frage, wo erreiche ich den Kunden, was erwartet er von uns, wie könnte ich ihn begeistern und zu einem Fan machen. Damals ging es um den fertigen Hefezopf oder das Vollkornbrot, heute geht es auch wieder darum, aber heute macht der Kunde den Teig selbst im Cookit und backt das frische Brot im Bosch Serie 8 Backofen, weil die Dampffunktion hier ideal ist. 
Die Erwartungen des Kunden das Ergebnis betreffend zu kennen, den Weg des Kunden dorthin zu gestalten und ihn anzuleiten, sind natürlich hilfreiche Voraussetzungen, um auch das Endkundengeschäft erfolgreich zu entwickeln. Es geht immer darum den Kunden und seine Reise bestmöglich zu verstehen.

Wie können Unternehmen, Deiner Meinung nach, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen fördern, die neue Tätigkeitsbereiche anstreben?

Transparenz, Vertrauen und die Möglichkeit, auch neue Aufgaben zu übernehmen oder sich weiterentwickeln zu können, sind wichtig. Hier haben beide Seiten eine gewisse Verantwortung: das Unternehmen im Schaffen von Möglichkeiten, die für alle zugänglich sind, aber auch der Mensch selbst, der die Chance ergreifen muss. Ebenso bedeutend ist der Dialog, der Austausch muss gesucht werden. Das Bemühen beider Seiten, sich ständig zu verbessern und der Mut neue Wege gemeinsam zu beschreiten, führt dann automatisch zu einer Win-Win-Situation.

Was würdest Du Menschen empfehlen, die in eher handwerklichen Berufen tätig sind und darüber nachdenken, sich beruflich ganz neu auszurichten – und beispielsweise gerne bei einem Unternehmen wie der BSH arbeiten würden?

Zunächst darf man keine Angst vor Veränderungen haben. Es sollte aber auch immer eine wohldurchdachte Entscheidung sein. Ein handwerklicher Beruf ist etwas Wunderbares und ich liebe es zu sehen, wie kleine und mittlere Betriebe durch den Fokus auf Themen wie zum Beispiel gesunde und nachhaltige Ernährung wieder gefragter sind als je zuvor. Mit einigen stehe ich noch in Kontakt und man spürt, wie der Kunde immer mehr nach solchen Experten sucht. Aber wenn man den Schritt wagt, darf man nicht damit hadern, sondern weiterhin die Chance darin sehen sich selbst weiterzuentwickeln. Ebenso kann der Weg nach ein paar Jahren auch wieder zurück ins Handwerk führen, um dann mit dem Gelernten zum Beispiel die beste Social Media Strategie im deutschen Konditoreigewerbe zu entwickeln.

Backen erfreut sich ja in der Pandemie gerade großer Beliebtheit. Was ist es speziell am Brotbacken (Stichwort Sourdough) oder Backen allgemein, das auf viele Menschen gerade in der aktuellen Zeit so einen großen Reiz ausübt?

Ich kann nur beschreiben, wie es mir geht. Man sieht, wie aus verschiedensten Zutaten z. B. ein Teig entsteht, man genießt den leckeren Duft aus dem Ofen, schon in den Momenten freut man sich darauf. Und es schmeckt einfach hervorragend. Wer in letzter Zeit in ein selbst gemachtes Brot, vielleicht sogar aus selbst angesetztem Sauerteig, gebissen hat, der weiß, was ich meine. Und dann wird man kreativ, probiert mal was Neues und merkt, dass es gelingt, das macht einfach Spaß. Das Gute ist manchmal näher, als man denkt und das wird uns eventuell jetzt wieder klarer und wenn wir hier mit Produkten wie dem Cookit oder dem Serie 8 Backofen unterstützen können, ist das natürlich ideal. Dieses Feedback dann auch noch direkt zu erhalten, ist schon etwas Besonderes.

 

 

Ähnliche Inhalte

Menschen bei der BSH
Menschen bei der BSH
Menschen bei der BSH

Die BSH Hausgeräte GmbH ist eines der weltweit führenden Unternehmen der Branche und der größte Hausgerätehersteller in Europa. Die individuellen Kundenbedürfnisse der Menschen in allen Regionen der Welt als Antriebskraft, ist es der Anspruch der BSH, mit ihren herausragenden Marken, innovativen Produkten und erstklassigen Lösungen die Lebensqualität der Menschen weltweit kontinuierlich zu verbessern.